Politikberatung

Einer zielgerichteten Diagnostik und Versorgung von Sarkoidose-Kranken als Betroffene von diesem seltenen Krankheitsbild stehen regional und strukturell in unserem Gesundheitssystem immer noch Hürden entgegen. So finden Sie nachfolgend Informationen zur politischen Interessenvertretung der Sarkoidose-Erkrankten, denen der Wunsch und die An- und Aufforderung zu schneller und nachhaltiger Verbesserung zugrunde liegt.

  • Welthygientag: Leben retten - Händereinigung nicht vergessen!

  • Praxisgebühr muss fallen: Diskussion gestorben, obwohl Patienten immer noch Milliardenüberschüsse der Krankenkassen finanzieren?

  • MEMORANDUM von Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen für ein Leben in rauchfreier Umwelt

  • Eckpunkte der ACHSE für die patientenzentrierte Versorgung seltener Erkrankungen

  • Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE) zur Bundestagswahl 2009

  • Stellungnahme zum Entwurf des Präventionsgesetzes

  • Verbot oder Einschränkung von Off-Label-Use gefährdet besonders Patienten mit seltenen Erkrankungen wie der Sarkoidose

  • Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE e.V. zur Gesundheitsreform 2006

  • Positionspapier zur Überwindung von Übergangsproblemen von der pädiatrischen Versorgung zur Versorgung chronisch kranker und behinderter junger Erwachsener

  • Neuregelung der Zuzahlungsbefreiung für schwerwiegend chronisch Kranke in Kraft

  • Resolution für interdisziplinäre Sarkoidose-Zentren und -Spezialambulanzen


  • Welthygientag: Leben retten - Händereinigung nicht vergessen!

    Die sorgfältige Händehygiene ist die wichtigste Maßnahme, um Krankenhausinfektionen und die Ausbreitung antimikrobieller Resistenzen effektiv zu verhindern. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es fünf eindeutige Indikationen zur Händedesinfektion für das medizinische Personal:

    vor direktem Patientenkontakt vor aseptischen Tätigkeiten nach Kontakt mit potentiell infektiösen Materialien nach direktem Patientenkontakt nach Kontakt mit Oberflächen in unmittelbarer Umgebung des Patienten Regelmäßiges und korrekt durchgeführtes Händewaschen (20 bis 30 Sekunden Seife verreiben, auch zwischen den Fingern) beugt auch im Alltag Infektionen vor - zum Beispiel kann das Risiko von Atemwegs- oder Durchfallerkrankungen verringert werden.

    Bitte lesen Sie die Information der Arztbibliothek* zum Welthygienetag der WHO.


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    Praxisgebühr muss fallen: Diskussion gestorben, obwohl Patienten immer noch Milliardenüberschüsse der Krankenkassen finanzieren?

    Im vergangegnen Jahr 2011 haben die gesetzlichen Krankenkassen durch Beiträge ihrer Versicherten 5 Milliarden Euro Überschüsse erwirtschaftet. „Es ist schlichtweg unverständlich, warum an einem System festgehalten wird, das erwiesenermaßen einen teuren Verwaltungsapparat nach sich zieht und zudem sein Ziel verfehlt. Denn die durch die Praxisgebühr angestrebte Steuerungsfunktion hinsichtlich der Dezimierung der Anzahl der Arztbesuche greift nicht. Darüber hinaus verschlechtert die zusätzliche finanzielle Belastung den ohnehin schlechten Zugang chronisch Erkrankter aus einkommensschwachen Schichten zur medizinischen Versorgung und stärkt damit die soziale Ungleichheit“, kritisiert Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE.

    Bitte lesen Sie die Pressemitteilung zur Praxisgebühr* unseres Dachverbandes BAG SELBSTHILFE e.V. mit den Studienergebnissen, die zu der Forderung der BAG SELBSTHILFE e.V. zur Abschaffung von Zuzahlungen der Patientinnen und Patienten führen.


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    MEMORANDUM von Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen für ein Leben in rauchfreier Umwelt

    Rauchen geht nicht nur auf die Lunge, sondern auch auf das Immunsystem und die Gelenke: Inhaltsstoffe des Tabaks begünstigen die Produktion entzündungsfördernder Antikörper und verschlechtern die Blutversorgung zum Gelenkknorpel. Auf diese Weise verschlechtert Rauchen das Krankheitsgeschehen bei entzündlichen Erkrankungen.

    Da lohnt sich nicht nur der Weg zum Nichtraucher, sondern auch die Vermeidung von passivem Rauchen, dem Einatmen der Rauchgase und Schwebstoffe, die beim Rauchen durch andere freigesetzt und über die Luft verbreitet werden. In einigen Ländern hat der Gesetzgeber bereits Gesetze und Massnahmen zum Schutz der Nichtraucher ergriffen. In machen Ländern jedoch droht ein Zurückdrängen des Passivraucherschutzes. Gegen diese Tendenzen kommt es als erstes Bundesland nun in Bayern zu einem Volksbegehren für einen konsequenten Nichtraucherschutz. Ein breites Bürgerbündnis hat dies auf den Weg gebracht.

    Für die Patientenverbände der Lungen- und Atemwegserkrankungen und solche wie für die Sarkoidose, deren Hauptorganbeteiligung die Lunge ist, bei der es sich um eine entzündliche Systemerkrankung handelt, und das geschädigte System gerade das Immunsystem ist, liegt es nahe, auf einen konsequenten Schutz vor Rauchbelastung hinzuwirken.

    Gemeinsam fordern wir daher

  • einen umfassenden gesetzlichen Schutz vor dem Passivrauchen,
  • einen Ausbau der Beratungs- und Therapieangebote zur Tabakentwöhnung,
  • die Bereitstellung öffentlicher Mittel für die Tabakprävention,
  • ein vollständiges Verbot der direkten und indirekten Tabakwerbung.
  • Bitte lesen Sie die gemeinsamen Forderungen im MEMORANDUM für ein Leben in rauchfreier Umwelt* und beteiligen Sie sich als Bayerin und Bayer beim Volksbegehren am 4. Juli 2010.

    Weitere Informationen auch zur Abstimmung per Briefwahl erhalten Sie beim Aktionsbündnis Volksentscheid Nichtraucherschutz.


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    Eckpunkte der ACHSE für die patientenzentrierte Versorgung seltener Erkrankungen

    Gemeinsam mit den Verbänden der chronischen seltenen Erkrankungen haben wir im Dachverband ACHSE (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen) e.V. die Forderungen zur Verbesserung der Versorgung seltener Erkrankungen zusammen getragen und abgestimmt, rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2009.

    Dabei richten sich unsere Forderungen sowohl auf die Bildung eines Netzwerkes von Kompetenzzentren und die finanzielle Absicherung von Spezialambulanzen für seltene Erkrankungen aber auch die Vermeidung von Übergangsproblemen von der kindermedizinischen Versorgung zur Behandlung als Erwachsene und die Verminderung von Sektorhürden zwischen Versorgung durch niedergelassene Mediziner und Kliniken.

    Bitte lesen Sie die gemeinsamen Forderungen im Positionspapier der ACHSE-Eckpunkte für die Patientenzentrierte Versorgung seltener Erkrankungen*.


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    Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE) zur Bundestagswahl 2009

    Der alte Spruch "Nach der Reform, ist vor der Reform" stimmt nirgendwo mehr als im Gesundheitswesen. In dieser grössten Branche in der deutschen Wirtschaft laufen beständig die Prozesse zum Interessensausgleich zwischen den verschiedenen Gruppen. Dabei haben wir Patientinnen und Patienten immer noch die schwächste Position.

    Zweifellos werden mit der anstehenden Bundestagswahl auch die Weichen für die nächste Gesundheitsreform gestellt. Daher haben die Verbände der gesundheitlichen Selbsthilfe und der Menschen mit Behinderungen in Deutschland über unseren Dachverband BAG SELBSTHILFE e.V. die gemeinsamen Forderungen zusammen gestellt. Gemeinsam vertreten wir weit über 1 Million chronisch kranke und behinderte Menschen. Lesen Sie hier die Forderungen der BAG SELBSTHIFLE e.V. zur Bundestagswahl 2009*.

    Diese gemeinsamen Forderungen wurden den Gesundheitspolitikern aller Fraktionen im Deutschen Bundestag vorgelegt. Deren Antworten darauf werden im Laufe des Sommers von der BAG SeLBSTHILFE e.V. veröffentlicht. Auch an dieser Stelle werden wir Sie dann dazu weiter informieren.

    Kennen Sie Kandidatinnen oder Kandidaten zum Deutschen Bundestag in Ihrem Wahlkreis, so können Sie die Kurzfassung der Forderungen der BAG SELBSTHIFLE e.V. zur Bundestagswahl 2009* gerne als Diskussionsanstoss zum Gespräch mit Ihren Kandidaten nutzen!


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    Stellungnahme zum Entwurf des Präventionsgesetzes

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE e.V., unser Dachverband der chronisch Kranken und Behinderten, hat die Position der gesundheitlichen Selbsthilfe zum Entwurf des „Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und gesundheitlicher Prävention sowie zur Änderung anderer Gesetze“ (GfG) zusammengefasst. Lesen Sie dazu die Stellungnahme*.

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    Verbot oder Einschränkung von Off-Label-Use gefährdet besonders Patienten mit seltenen Erkrankungen wie der Sarkoidose

    Die Pressemitteilung* unserer nationalen Allianz für chronische seltene Erkrankungen (ACHSE) beschreibt die Bedrohung durch die geplante Novellierung des Arzneimittelgesetzes (AMG).
    Off-Label Medikamente sind solche, die zwar als Arzneimittel zugelassen sind, jedoch für andere häufige Erkrankungen. Nun soll deren Erstattung durch die Gesetzlichen Krankenkassen bei allen anderen Erkrankungen abgeschafft werden.
    Allerdings sind bei den seltenen Erkrankungen 40-100% der Medikamente off-label.
    Bei der Zulassung von Medikamenten kommt es entscheidend auf Studienergebnisse an. Für seltene Erkrankungen gibt es in der Regel keine Leitlinien, sehr oft nicht einmal gute Studien. Pharmaunternehmen können an den zu wenigen Betroffenen kaum etwas verdienen, weswegen sie in diesem Bereich zu wenig forschen und selbst dann keine Zulassung beantragen, wenn sich diese erwirken liesse.
    Durch die anstehende Novellierung im Zusammenhang mit dem Arzneimittelgesetz (AMG) droht der Wegfall von über 90 % aller Arzneimittel, die bei Sarkoidose eingesetzt werden.
    Nur Kortison als Mittel der Wahl hat eine entsprechende Zulassung. Andere im Einsatz befindliche Arzneimittel wie z.B. Azathioprin / Imurek, Methotrexat (MTX) / Endoxan, Chloroquin, Hydroxychloroquin, Cyclophosphamid, Chlorambucil, Ketoconazol, Melatonin, Resochin, Colchicin, Thalidomid, Pentoxifyllin (POF), N-Acetylcycstein (NAC) oder auch Fumarsäure-Ester haben leider keine solche Zulassung bei Sarkoidose, obwohl medizinisch-wissenschaftliche Untersuchungen dazu vorliegen.
    Dies wäre gerade für Patienten mit progredienter Sarkoidose trotz Kortisontherapie und die Patienten, die überhaupt nicht auf Kortison ansprechen, eine Katastrophe. Ebenso für die noch grössere Gruppe von Patienten, die wegen schwerer Kortisonnebenwirkungen gerade bei hohen erforderlichen Dosen oder bei der Notwendigkeit einer Dauertherapie andere Arzneimittel benötigen. Darüber hinaus gibt es Organbeteiligungen der Sarkoidose, bei denen andere Arzneimittel im Vordergrund der therapeutischen Bemühungen stehen. Gerade die schwerstbetroffenen Sarkoidose-Kranken wären die Leidtragenden.
    Daher setzen wir uns für den Erhalt des Off-Label Gebrauchs von Medikamenten bei Sarkoidose ein.


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    Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE e.V. zur Gesundheitsreform 2006

    Unser Dachverband hat die Positionen der Selbsthilfe chronisch Kranker und Behinderter in der Stellungnahme* der Bundesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE e.V. zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-WSG) zusammengefasst.
    Des weiteren vertrat sie in den Anhörungen* des Deutschen Bundestages zur Gesundheitsreform die Interessen der Millionen chronisch kranken und behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
    Übrigens stellt die Deutsche Sarkoidose-Vereinigung e.V. mit Friedel Rinn bereits seit einigen Jahren den Vorsitzenden der BAG SELBSTHILFE.


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    Positionspapier zur Überwindung von Übergangsproblemen von der pädiatrischen Versorgung zur Versorgung chronisch kranker und behinderter junger Erwachsener

    Sarkoidose-kranke Kinder und Jugendliche erleiden zusätzlich die Versorgungsprobleme beim Übergang vom Kinderarzt zur Erwachsenenmedizin.
    Für die betroffenen Kinder und Jugendliche muss eine kontinuierliche Versorgung gewährleistet sein. Ein qualitativ guter Übergang vom Pädiater zum weiter behandelnden Arzt berücksichtigt Entwicklungsstand, Krankheitsdauer und Behinderung der Jugendlichen oder jungen Erwachsenen. Der Zeitpunkt des endgültigen Übergangs sollte vom Patienten bestimmt werden können. Pädiater und weiter behandelnde Ärzte sollten eng kooperieren, damit Langzeitverläufe sowie krankheits- und therapiebedingte Spätfolgen dokumentiert und entsprechend medizinisch berücksichtigt werden können.
    Bei der Sarkoidose als multi-systemischer Erkrankung muss im Fall der Kindersarkoidose auch der Kinderarzt zum interdisziplinären Behandlerteam gehören, auch über das 18. Lebensjahr hinaus.
    Lesen Sie dazu das gemeinsame Positionspapier (Uebergangsprobleme.pdf*) des Arbeitskreises "Kinder und Jugendliche" unseres Dachverbandes BAG Selbsthilfe, in dem auch unsere Sarkoidose-Vereinigung mitarbeitet.


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    Neuregelung der Zuzahlungsbefreiung für schwerwiegend chronisch Kranke in Kraft

    Nachdem das Bundesgesundheitsministerium BMGS die sehr rigide Definition "schwerwiegend chronisch Kranker" abgelehnt hatte, welche der sog. Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen auf seiner letzten Sitzung beschlossen hatte, trat nun das eigentlich zuständige Nachfolgegremium, der neue "Gemeinsame Ausschuss", in welchem auch erstmals Patientenvertreter mitwirken, zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.
    Bereits auf seiner zweiten Sitzung beschloss der "Gemeinsame Bundesausschuss" die neue Regelung und Definition "schwerwiegend chronisch krank".
    Die erreichten Verbesserungen gegenüber dem Vorgängerbeschluss sind nicht zuletzt auf die Mitwirkung der Patientenvertreter im Plenum des Gemeinsamen Bundesausschusses zurück zu führen. Lesen Sie dazu bitte den aktuellen Artikel zur (NeueBefreiungsregeln.pdf*) .


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    Resolution für interdisziplinäre Sarkoidose-Zentren und -Spezialambulanzen

    Die Erfahrungen von Betroffenen in nunmehr 19 Jahren Sarkoidose-Selbsthilfe in Deutschland münden in diese Resolution, um die Versorgungsbedingungen entscheidend zu verbessern für Menschen, die an den verschiedenen Verlaufsformen, Organbeteiligungen und Typen der Sarkoidose leiden, oder den anverwandten Granulomatosen wie z.B. Berylliose, oder an den Folgeerkrankungen, wie etwa Fibrose oder Aspergillose, leiden. Zur nachhaltigen Verbesserung der Differentialdiagnostik, Therapie und Therapiebegleitung, Verlaufskontrolle, Einbettung der Rehabilitation und Sekundärprävention (Verbeugung vor weiteren Verschlimmerung) müssen die wenigen erfahrenen Sarkoidose-Ärzte und Experten in interdisziplinärer Vernetzung für die betroffenen Patienten verfügbar gemacht werden. Die erforderlichen Strukturverbesserungen wurden in der Resolution für interdisziplinäre Sarkoidose-Zentren und -Spezialambulanzen (Sarkoidose-Resolution-Spezialambulanzen.pdf*) zusammengefasst, die von der Delegiertenversammlung der Deutschen Sarkoidose-Vereinigung e.V. am 6.9.2003 verabschiedet wurde.

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